Idee: Vorbilder schaffen
Typisch Mann, typisch Frau – typisch Klischee. Kaum etwas hält sich so hartnäckig wie geschlechtsspezifische Stereotypen und das, obwohl sie längst überholt sind. Besonders in der Arbeitswelt hindern die vorherrschenden Rollenbilder Frauen und auch Männer an ihrer Entfaltung. Während Frauen oft unterschätzt, ihnen Führungsqualitäten abgesprochen werden, fehlt es Männern an Orientierungspunkten, die neue Wege aufzeigen. Der Fahrplan zur beruflichen Entwicklung scheint vorgezeichnet, und daran wird sich nichts ändern, wenn weiterhin von Frauen, die nicht einparken, und Männern, die nicht zuhören können, die Rede ist. Ziel der Ausstellung »Rollenbilder im Wandel« war es daher, mit den alten Klischees zu brechen und Menschen mit ungewöhnlichen Lebens- und Berufswegen zu zeigen – bunt, vielfältig, anders.
Umsetzung: Auf Tour gehen
Wir hätten sie am liebsten selbst auf Deutschland-Tour geschickt, die Männer und Frauen, die im Rahmen der Ausstellung »Rollenbilder im Wandel« porträtiert wurden. Viele haben eine Tätigkeit gewählt, die nicht dem klassischen Rollenbild entspricht und berichten in Interviews von den Schwierigkeiten und Widerständen, die sie überwinden mussten, um ihrem Traumberuf nachzugehen oder Hausmann und Vollzeitvater zu werden. Die Ausstellung würdigte diese Vorreiter in kurzen Videointerviews und zeigte den Besucherinnen und Besuchern, wie fantasievoll und couragiert diese Menschen eigene Lebensentwürfe jenseits überholter Rollenbilder in die Tat umsetzen. Von Beginn an war es unser Anliegen, eine breite Zielgruppen in den Blick zu nehmen – sowohl der 18-jährige Auszubildende, die erfolgreiche Geschäftsfrau als auch der werdende Vater sollten sich angesprochen fühlen. Die Gestaltung war dabei stets unterhaltsam und kam ohne erhobenen Zeigefinger aus.
Ergebnis: Erfahrung nutzen
KOMPAKTMEDIEN arbeitete im Rahmen der Ausstellung eng mit lokalen Akteuren – Gleichstellungsbeauftragten, Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen – zusammen, um Teilnehmende zu casten und ein Begleitprogramm in den Ausstellungsstädten zu realisieren. Dabei half uns unsere Erfahrung im Umgang mit dem Thema Gleichstellung, stets die richtigen Ansprechpartner zu finden. Unsere begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sorgte für die nötige mediale Aufmerksamkeit. Wer nicht die Gelegenheit hatte, sich die Ausstellung vor Ort anzusehen, konnte sie im Internet besuchen und musste dabei auf keines der interaktiven Features – wie etwa einem Spiel, bei dem man Personen mit den passenden Berufen zusammenführt – verzichten. So haben wir mit der Ausstellung »Rollenbilder im Wandel« mehrere Tausend Menschen erreicht.

