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Was Frauen wollen: Insights zur Nutzung des Smartphones

Das Smartphone nimmt in unser aller Leben eine entscheidende Rolle ein und verrät viel von unserem Nutzungsverhalten. Doch wie sehen diese Insights speziell bei Frauen aus und welche lassen sich für eine Customer Journey nutzen?

3. Mai 2018

Von Friedrich-Paul Spielhagen

Nach einem Stromschlag konnte der Werbefachmann Nick Marshall plötzlich die Gedanken von Frauen lesen. Kurzerhand nutzte er diese Fähigkeit für seine Insights – und jede Werbekampagne führte zum erhofften Erfolg. So einfach. Und leider auch fiktiv.

Zwar bleibt diese besondere Fähigkeit Mel Gibson im Film „Was Frauen wollen“ vorbehalten, die Realität hingegen ermöglicht uns mit Daten vergleichsweise ähnliche Einblicke in die Psyche von Käufergruppen zu erhalten, um deren Verhalten zu analysieren, auf Bedürfnisse zu reagieren und schlussendlich Insights zu formulieren.

„Pain Points“ überbrücken

Relevant werden diese Insights für die Customer Journey – der Reise eines Kunden vom Entstehen eines Bedürfnisses über die Abwägung und den Vergleich eines Produktes oder einer Dienstleistung bis hin zur Entscheidung. Für Werbetreibende ist es unabdingbar zu wissen, in welcher Phase sich die Kunden befinden und wo, wie und welche Informationen benötigt werden, um „Pain Points“ zu überbrücken und schlussendlich schnell und unkompliziert eine Entscheidung zu treffen – und das über alle mobilen und stationären Endgeräte hinweg. Das erhoffte Ergebnis: Customer Journey erfolgreich abschließen.

Einer Umfrage des amerikanischen Medienunternehmens PopSugar nach, greifen knapp 45 Prozent aller Frauen nach dem Aufstehen als erstes zu ihrem Smartphone. Das verwundert kaum, besitzen mehr als 50 Prozent der Frauen mehr als ein Smartphone.

Gesunde Ernährung steht ganz oben

Wofür wird das Smartphone im Allgemeinen genutzt?
Bei den allgemeinen Anwendungen sind die Prioritäten klar verteilt. Die Liste gliedert sich wie folgt:

1. Rezepte: 88 Prozent der Frauen suchen nach Rezepten für eine gesunde Ernährung.
2. Shoppen: Mit 84 Prozent landet das Shoppen von Mode auf dem zweiten Platz.
3. Reiseplanung: Die Reise wird von 82 Prozent heute via Smartphone geplant.
4. Fitness: 78 Prozent nutzen das Smartphone um sich sportlich zu betätigen.
5. Finanzen: Auf dem letzten Platz landet das Managen der Finanzen. Immerhin sind es 64 Prozent der Frauen, die ihr Smartphone dafür nutzen.

Welche Apps werden im Speziellen auf dem Smartphone genutzt?
Hier überrascht die Reihenfolge weniger. Die Apps der Häufigkeit der Nutzung nach:

1. Die Kamera mit 97 Prozent
2. Die Wettervorhersage mit 92 Prozent
3. Der Taschenrechner mit 90 Prozent
4. Wecker und Kalender jeweils mit 88 Prozent
5. Die Navigationsfunktion mit knapp 85 Prozent.

Diese Insights liefern ein tieferes Verständnis über die Zielgruppe und lassen sich bei der Gestaltung einer Customer Journey und der zukünftigen Maßnahmenplanung berücksichtigen.

Doch gibt es auch Orte und Situationen, an denen die Smartphones tabu sind: Dazu zählen unter anderem das Badezimmer, die Kirche, das Abendessen am Tisch und die gemeinsame Zeit mit der Familie.

Der Originalbeitrag wurde bei Adweek veröffentlicht.

Friedrich-Paul Spielhagen ist Konzeptioner bei KOMPAKTMEDIEN. Man sagt ihm nach, er sei analog und digital ein sozialer Typ, aber Filter nutzt er dennoch nur zum Kaffee kochen.