Wie Corona die Filmproduktion bei KOMPAKTMEDIEN verändert

16. April 2021

Reine Bürotätigkeiten ins Homeoffice zu verlagern – darin haben wir bei KOMPAKTMEDIEN seit gut einem Jahr Übung. Auch der interne Austausch und Kundentermine finden wie selbstverständlich virtuell statt. Filmproduktionen ohne persönlichen Kontakt sind jedoch eine besondere Herausforderung. Ein Erfahrungsbericht, wie die Pandemie das Arbeiten in der Bewegtbildredaktion verändert hat.

Es begann damit, dass Dreharbeiten abgesagt werden mussten, weil Begegnungen pandemiebedingt auf ein Minium zurückgefahren wurden: Geplante Filmbeiträge mussten deshalb neu konzipiert werden, wir griffen stärker auf Stockmaterial zurück und die Nachfrage nach Animationsfilmen stieg leicht an. Die größte Herausforderung bestand darin, den Wunsch des Kunden nach Authentizität nicht aus den Augen zu verlieren.

Unter KM-Regie gedrehte Handyfilme

Einen großen Anteil an den Filmproduktionen bei KOMPAKTMEDIEN nehmen Testimonial-Filme zu verschiedenen Kampagnen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein, wie beispielsweise dem Aufstiegs-BAföG, BAföG, dem Berufsorientierungsprogramm oder der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Das Gute bei dieser Art von Film: In der Regel begleitet das Kamerateam nur eine Person, sodass Abstände gewahrt und die Drehs nach den aktuellen Hygienerichtlinien realisiert werden können. Doch in Zeiten des harten Lockdowns hat KOMPAKTMEDIEN auch andere Varianten ausprobiert.

Für den Weg, Protagonist*innen selbst mit dem Handy drehen zu lassen und dieses Material im Schnitt zusammenzufügen, entschieden unsere Bewegtbildredakteur*innen beispielsweise bei einer Dokumentation zu Projekten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Statt die einzelnen Universitäten zu besuchen, wurden die teilnehmenden Personen auf den Eigendreh mit dem eigenen Handy vorbereitet: Ein technischer Leitfaden wurde aufgesetzt, die Interviewfragen und die dazugehörigen Antworten vorher besprochen und Regieanweisungen für die zu drehenden Szenen versandt. Im Anschluss drehten die teilnehmenden Personen ihren Filmbeitrag und stellten die Clips per Download zur Verfügung.

Das Interview per Videokonferenz

Eine andere Variante, um einen Vor-Ort-Dreh zu vermeiden, ist eine aufgezeichnete Videokonferenz. Um eine gute Qualität von Ton und Bild zu garantieren, entpuppte sich nach einigen Experimenten der Versand eines Technikpakets mit Laptop, Mikrofon und Kreislampe als beste Lösung. Aufbau und Aufzeichnung wurden dabei technisch begleitet und das Ergebnis im Anschluss kontrolliert.

Ein „pures“ Video-Interview produzierte KM beispielsweise zum 10-jährigen Jubiläum des Deutschlandstipendiums.

Auch bei anderen längeren Formaten, wie einer Dokumentation zum Thema Gesundheitsforschung oder einem Erklärfilm zum Berufsorientierungsprogramm des BMBF, war das aufgezeichnete Videointerview die Lösung der Stunde.

Nichts geht über den persönlichen Kontakt

Solange die Pandemie uns zwingt, Reisen und persönliche Begegnungen mit Kamerateams, Interviewpartner*innen und anderen Akteur*innen für Dreharbeiten zu vermeiden, bieten die dargestellten Möglichkeiten eine gute Alternative. Allerdings vermitteln die kontaktlos produzierten Filme nur bis zu einem gewissen Grad Authentizität, denn man sieht und merkt es den Bildern an, wenn sich Personen begegnen und sich beim Gespräch in einem Raum befinden.

Nicht nur deshalb fiebern die Bewegtbildredakteur*innen von KOMPAKTMEDIEN einem baldigen Ende der Pandemie entgegen, um bei Wind und Wetter auf die Straße gehen zu können, spannenden Orten und Menschen zu begegnen – und möglichst wenig Zeit im erzwungenen Homeoffice zu verbringen.